Publikationen
Das Cluster veröffentlicht regelmäßig Papiere zu aktuellen und praxisrelevanten Themen rund um Sustainable Finance. Auf dieser Seite finden Sie die jüngsten Publikationen. Für vertiefende Fragen kommen Sie gerne auf uns zu.
Der neue Finanzplatzbericht 2026 zeigt, wie Frankfurt als führender Finanzplatz Europas Kapital für Transformation, Infrastruktur, Innovation und Sicherheit mobilisieren kann. Besonders hervorzuheben ist das Kapitel 6 zu Sustainable Finance – Nachhaltige Finanzierungen sind erstmals fest in die Gesamtstrategie des Finanzplatzes integriert und nicht länger ein Randthema.
Insgesamt zeigt sich, dass Sustainable Finance am Finanzplatz Frankfurt zu einem seiner zentralen Bausteine geworden ist. Angesichts der hohen Transformations- und Investitionsbedarfe kommt der nachhaltigen Mobilisierung privaten und institutionellen Kapitals eine Schlüsselrolle für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstandssicherung zu. Frankfurt verfügt hierfür über ein leistungsfähiges Ökosystem an der Schnittstelle von Finanzwirtschaft, Regulierung, Wissenschaft und Innovation. Entscheidend für die kommenden Jahre wird sein, dieses Momentum zu verstetigen und Sustainable Finance konsequent als Hebel für Kapitalmobilisierung und langfristige Finanzierung der Transformation zu verankern.
Die Integration von Biodiversität ins Bankengeschäft wird angesichts des anhaltenden Verlusts der biologischen Vielfalt zu einem zentralen Thema für Finanzinstitute. Drei Viertel der Unternehmenskredite von Banken im Euroraum gehen an ökosystemabhängige Unternehmen, deren finanzierte Aktivitäten eine Fläche beeinflussen, die 60% Europas entspricht.
Während alle Banken im Sustainable Finance Cluster Biodiversität als relevantes Thema erkannt haben, verfügen nur 25% über dedizierte Strategien. Das Positionspapier des Clusters entwickelt einen 12-Schritte-Fahrplan für die systematische Integration von Biodiversität ins Bankengeschäft.
Anhand von Praxisbeispielen deutscher Banken wie DKB, KfW, DZ BANK, ING und Commerzbank zeigt das Papier konkrete Wege zur Portfolioanalyse, Zielsetzung, operativen Integration und Berichterstattung auf. Die Studie liefert evidenzbasierte Empfehlungen für Banken und Regulatoren und zeigt, dass trotz Herausforderungen wie Datenlücken bereits heute praktikable Lösungen existieren.
Transitionspläne werden für deutsche Banken strategisch entscheidend, um Klimarisiken zu managen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. Obwohl alle befragten Banken 1,5°C-Szenarien verwenden, können 60% keinen klaren Business Case identifizieren und 40% verfügen über keine Vorstandsverantwortlichkeit.
Das Positionspapier des Sustainable Finance Clusters analysiert die fünf Kernbereiche erfolgreicher Transitionsplanung: Ambition & Ziele, Geschäftsmodell & Kundenbiehungen, Risikomanagement, Governance und Reporting. Anhand von Praxisbeispielen von ING und Helaba zeigt es systematische Kundenengagement-Ansätze auf.
Zentrale Herausforderung: Banken sind bei 96% ihrer Emissionen (Scope 3) von Kundentransitionsplänen abhängig, doch fast die Hälfte deutscher Unternehmen fehlen noch Klimaziele. Die Studie liefert konkrete Empfehlungen für Banken, Unternehmen und Regulatoren zur strategischen Integration von Transitionsplanung in Kerngeschäftsprozesse.
Die Bewegung in Richtung Net Zero Banking, bei der die Bankportfolios mit dem Pariser Klimaabkommen in Einklang gebracht werden, ist für Finanzinstitute auf der ganzen Welt zu einem zentralen Thema geworden.
Trotz erheblicher Verpflichtungen zum Klimaschutz werden die tatsächlichen Auswirkungen dieser Initiativen zunehmend hinterfragt. Deshalb bedarf es transparenter, evidenzbasierten Strategien, die externen Bewertungen standhalten.
Das Papier „Net Zero Banking in Practice: Climate Change in Banks’ Core Business“ diskutiert die Integration von Klimaschutzstrategien in Bankgeschäftsprozesse wie Bilanzmanagement, Preisstrategien, Informationsverbreitung und unterstützende Aktivitäten. Das Papier zeigt auf, wie Banken den Klimaschutz in ihren Portfolios und in der Realwirtschaft durch spezifische Maßnahmen und Instrumente beeinflussen können.
Die Notwendigkeit eines umfassenden Zugangs zu Nachhaltigkeitsdaten wird angesichts der aktuellen globalen Herausforderungen immer dringlicher. Die breite Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigen und verlässlichen Daten ist nicht nur ein Hebel für den Erfolg der nachhaltigen Transformation, sondern auch eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung effektiver Strategien zur Bewältigung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Herausforderungen unserer Zeit.
Die Studie „Eine ESG-Datenplattform für eine gelingende Transformation!?“, die in Auftrag des safeFBDC in Zusammenarbeit mit der Net Zero Banking Alliance Germany entstanden ist, versucht hier einen Beitrag zu leisten. Anhand des Konzepts einer ESG-Datenplattform wurden gemeinsam mit Vertreter:innen von Finanzinstituten Erfolgsfaktoren und Hindernisse für die praktische Implementierung eines ESG-Ökosystems identifiziert. Die Ergebnisse können als Grundlage für zukünftige Projekte und Initiativen zum Aufbau eines ESG-Datenökosystems dienen und die abgeleiteten Empfehlungen dazu beitragen, effiziente Strategien zur Förderung einer nachhaltigen Finanzwirtschaft zu entwickeln.
In dem Diskussionspapier „Employees fit for Paris: Upskilling in Banken für ein klimaneutrales Deutschland 2045“ schlägt die NZBAG einen Lehrplan für ein Training für Bankmitarbeitende zur Klimatransformation vor.
In dem Diskussionspapier „Lending to a climate neutral Germany by 2045“ fasst die NZBAG ihre Position zur Steuerung der Kreditportfolios im Einklang mit den Pariser Klimazielen zusammen. Ziel des Papiers ist es, Ansätze zur Messung der Ausrichtung von Kreditportfolios an Paris-kompatiblen Transformationspfaden zu harmonisieren.